Wohnen im Alter in Brandenburg
Brandenburg besticht nicht nur durch seine idyllische Landschaft, sondern auch mit dem „
Berliner-Speckgürtel“, der einem ein unvergessliches Gefühl von Großstadt bietet. Wer eher auf der Suche nach Ruhe und Besinnlichkeit ist, der findet bestimmt an einem der 3.000 Seen seinen persönlichen Liebling. Besonders interessant, vor allem für
Senioren, sind die vielen Schlösser und mittelalterlichen Städte, die zu jeder Jahreszeit erkundet werden können. Diese Vielfalt wird dann auch noch durch diverse Angebote für
Senioren und Seniorinnen ergänzt. Es gibt eine große Palette von
Pflege- und Altenheimen. Etwa jeder fünfte Brandenburger ist heute älter als 65 Jahre, im Jahr 2030 wird es Prognosen zufolge jeder Dritte sein. Deshalb gibt es in Brandenburg ein breit gefächertes Angebot an Pflegedienstleistern: Ambulant oder stationär, konfessionell oder konfessionslos, ein großes Haus mit Hotelcharakter oder eine kleine Einrichtung mit familiären Charakter – jede
pflegebedürftige Person wird das für sie geeignete Angebot finden.
Ungefähr 509 ambulante Pflegedienste leisten pflegebedürftigen Menschen in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung professionelle Hilfe. Knapp zwei Drittel dieser Pflegedienste befinden sich in privater, ein Drittel in gemeinnütziger Trägerschaft. 320
Pflegeheime stehen in Brandenburg pflegebedürftigen Menschen offen. Die meisten von ihnen sind vollstationär untergebracht, viele Einrichtungen bieten aber auch
Kurzzeitpflegeplätze und Plätze für die
Tagespflege oder
Nachtpflege an. Häufig sind Wohlfahrtsverbände Träger von Pflegeheimen. Nur ein Drittel wird privat geführt.
Neben den klassischen Pflegemodellen etablieren sich in Brandenburg ambulant betreute Wohngemeinschaften als alternative Wohnform. Hier ist das selbstbestimmte Wohnen in der eigenen Häuslichkeit der Leitgedanke: Ältere Menschen schließen sich zu einer Senioren-Wohngemeinschaft zusammen und beauftragen einen von ihnen ausgewählten ambulanten Pflegedienst. Was der Pflegedienst zu tun hat, legen die Mieter selbst fest. Die Erfahrung zeigt, dass sich diese Wohnform besonders für demenziell erkrankte pflegebedürftige Menschen eignet.
Pflegende Angehörige erfahren nicht nur bei den Pflegekassen, Kommunen und Wohlfahrtsverbänden vor Ort kompetente Beratung. Auch Sozialämter und die örtliche Seniorenberatungsstelle unterstützen pflegende Angehörige indem sie Kontakte vermitteln und über ehrenamtliche Projekte und Dienste informieren. Die Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. bietet besonders Angehörigen von demenzkranken Menschen eine Plattform zum Erfahrungsaustausch. Beratungs- und Betreuungsstellen gibt es in jeder Region Brandenburgs, von der Uckermark bis Wald-Lausitz.
Bild: Erholungsort und Inselstadt Werder (Havel) © Matthias Krüttgen - Fotolia.com