Barthel-Index
Der Barthel-Index (BI) dient insbesondere in der Geriatrie als Verfahren zur systematischen Erfassung grundlegender Alltagsfunktionen.
Der Erhebungsbogen prüft anhand von zehn unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen und mittels eines Punktevergabesystems, in welchem Ausmaß die
Aktivitäten des täglichen Lebens eingeschränkt sind. Zu den Tätigkeitsbereichen zählen Essen, Baden, Körperpflege, An- und Auskleiden, Stuhl- und Urinkontrolle, Toilettenbenutzung, Bett- bzw. Stuhltransfer, Mobilität und Treppensteigen.
Der Aussagewert des Barthel-Indexes ist begrenzt, da komplexe Tätigkeiten wie z.B. Einkaufen, Haushaltsführung oder Behördengänge vom Barthel-Index nicht erfasst werden. Der Gesamtwert von 100 möglichen Punkten gibt damit lediglich an, dass eine Person in der Lage ist, alle aufgeführten Aktivitäten durchzuführen, nicht aber, dass sie ihr Leben selbständig und eigenverantwortlich führen kann.
[letzte Aktualisierung: 12/9/2011]