Bewegungsbett
Das Bewegungsbett ist ein Liegesystem aus den zwei Komponenten Unterfederung und Matratze, das in der Altenpflege für die Dekubitusprophylaxe (siehe Dekubitus) und Dekubitustherapie verwendet wird.
Es wurde entwickelt, um Druckgeschwüre bei bettlägerigen Patienten zu vermindern. Die zwei Komponenten Unterfederung und Matratze ermöglichen es, dass der Patient weich und bewegt zugleich liegt. Selbst feinste Bewegungen des Patienten, wie sie etwa durch die Atmung entstehen, werden durch die Mikrostimulation (kurz MiS) in minimale Gegenbewegungen umgesetzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anti-Dekubitussystemen wird bei diesem System die Mobilität des Patienten nicht eingeschränkt, sondern im Gegensatz sogar gefördert. Dies verhindert den Effekt des Körperwahrnehmungsverlustes, der beim Liegen auf Luftkissensystemen durch negative Gewöhnung auftritt.
Weitere Varianten des Bewegungsbettes verbessern die Lagerung und erleichtern die Pflege von Demenzkranken, chronischen Schmerzpatienten und Patienten, die lange Zeit auf Luftkissensystemen gelegen haben (z.B. Morbus Alzheimer, Schlaganfall).
[letzte Aktualisierung: 12/12/2011]