Pflegetagebuch
Ein Pflegetagebuch enthält für jeden Tag genaue Angaben über Pflegemaßnahmen, die an einem bestimmten Patienten vorgenommen wurden.
Für erkrankte Personen oder Menschen mit Behinderung ist es wichtig sich einer Pflegestufe zuordnen zu lassen. Dadurch kann Pflegegeld beantragt werden.
Um diese Einstufung zu erleichtern ist es empfehlenswert einen Leistungsantrag bei den Pflegekassen zu stellen, der dann vor Ort vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) überprüft wird. Da diese Überprüfung nur einen kurzen Einblick in das Leben des Betroffenen ermöglicht, empfehlen viele Krankenkassen vorher mindestens eine Woche ein Pflegetagebuch zu führen. Darin sollten alle Pflegemaßnahmen und Hilfestellungen aufgelistet werden, die während dieser Zeit durchgeführt wurden.
Mögliche Fehlerquellen beim Führen eines Pflegetagebuches sind:
- Pflegende Angehörige kennen wichtige Fachbegriffe nicht
- Verschweigung von Hilfeleistungen aus Schamgefühl (z.B. Hilfe beim Toilettengang)
- Hilfeleistungen werden nicht genannt, weil sie nebensächlich erscheinen
- Falsche Einschätzung der Hilfsleistungen durch pflegende Laien
Einige Krankenkassen und Verbraucherzentralen bieten im Internet Vordrucke für Pflegetagebücher an. Dort ist auch vermerkt, wie viel Zeit für bestimmte Pflegeleistungen (wie zum Beispiel duschen, baden, kämmen, rasieren) vorgesehen ist. Anhand dieses Zeitaufwandes wird die Pflegestufe definiert.
Quelle: http://generation-50-plus.suite101.de/article.cfm/pflegetagebuch_richtig_fuehren
[letzte Aktualisierung: 8/13/2010]