Senioren
Der Begriff Senioren bezeichnete ursprünglich den Älteren in einer Familie (z. B. in Abgrenzung zum Junior) oder die Ältesten einer religiösen Gemeinschaft sowie die sogenannten Alten Herren der Studentenverbindungen.
Ab den 70er Jahren kam es mehr und mehr zu einem Bedeutungswandel des Wortes. Heute ist der Begriff
Senioren als allgemeine Bezeichnung für Menschen mit einem hohen Lebensalter gebräuchlich und ersetzt tendenziell negative Formulierungen wie
alte Leute oder
Alte.
Ab wann eine Gruppe von Menschen zu den Senioren gehört, lässt sich nicht genau festlegen. Entscheidend ist zum einen das
Alter eines Menschen, wobei hier als häufigste Altersgrenzen in Deutschland 50, 55 und 60 Jahre genannt werden. Zum anderen gilt aber auch das "klassische" Renteneintrittsalter von 65 Jahren als Kriterium, um als Senior bezeichnet zu werden.
Studien zur Beevölkerungsentwicklung zeigen, dass sich die Gesellschaft künftig aus mehr Senioren als aus jungen Menschen zusammensetzen wird. Ein Blick auf das Jahr 2005 zeigt, dass die Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter mit knapp 15,9 Millionen Personen besetzt war und damit 19 % der Gesamtbevölkerung stellte. Im selben Jahr lag der Anteil der jungen Altersgruppen (20-65 Jahre) mit 50,1 Millionen Menschen bei 61 % der Bevölkerung.
Bis zum Jahr 2030 wird nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes der Anteil der 20- bis 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung um rund 6 % zurückgehen. Ähnliches ist bei der Altersgruppe der unter 20-Jährigen zu erwarten: Im Jahr 2030 wird sie nach der Vorausberechnung des Statistischen Bundesamtes 12,7 Millionen Personen umfassen, was 16 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Allein die Personengruppe ab 65 wird den Berechnungen zufolge immer zahlreicher. Bis zum Jahr 2030 dürfte ihre Zahl um 40 % steigen und 22,1 Millionen Menschen betragen - das sind 29 % der Gesamtbevölkerung.
Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Demografischer Wandel in Deutschland, Heft 1. Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung im Bund und in den Ländern. Wiesbaden 2007, S.21 ff.
[letzte Aktualisierung: 9/21/2011]