Validation
Validation ist eine Gesprächstechnik, die vor allem bei der Behandlung von Demenzkranken eingesetzt wird. Sie belässt den Erkrankten in seiner Lebenswelt und versucht nicht, ihn in eine Realität zu drängen, die für ihn nicht mehr existiert.
Entwickelt wurde diese Methode von
N. Neil, der einen kognitiv-psychologischen Ansatz vertrat und dazu auch auf Neurowissenschaften zurückgriff. Laut Neil ermöglicht die Validation dem
Demenzkranken alte ungelöste Kindheitskonflikte aufzuarbeiten.
Nach Neil gibt es vier Stadien der Demenz. - Beginnende Desorientierung,
- Verleugnung von Gefühlen und verringerte Kommunikation,
- Monotones wiederholen von Bewegungen, Verlust der Sprache
- Der Patient ist nicht mehr ansprechbar und reagiert nicht mehr auf seine Umwelt.
Richard entwickelte den Ansatz von Neil zur integrativen Validation weiter. Diese konzentriert sich in drei Schritten darauf dem Betroffenen Wertschätzung zu vermitteln.- Den Antrieb/ das Gefühl, das hinter einer Äußerung liegt definieren.
- Benennen (validieren) in kurzen Sätzen
- Paraphrasieren mithilfe einer Lebensweisheit/ einem Sprichwort.
Es widerspricht dem Prinzip der Validation, die Äußerungen dementer Personen zu interpretieren, die Gefühle der Erkrankten zu bestätigen oder sie mit ihrem verwirrten Verhalten zu konfrontieren.
Gefühle dementer Personen sollen dagegen begleitet und nicht abgeschwächt oder geleugnet werden.
Quelle: Wied, Susanne und Warmbrunn, Angelika: Pschyrembel Wörterbuch Pflege: Pflegetechniken, Pflegehilfsmittel, Pflegewissenschaft, Pflegemanagement, Psychologie und Recht. Berlin 2007, S. 767f.
Andrae, Susanne: Express Pflegewissen. Stuttgart.New York, 2008, S.112 f.
[letzte Aktualisierung: 2/21/2012]