Wohngemeinschaft
In einer Wohngemeinschaft (kurz WG) teilen sich mehrere unabhängige Personen eine Wohnung, bzw. einen Haushalt.
Waren Wohngemeinschaften früher vor allem unter jungen Leuten und Studenten bekannt, werden sie auch unter älteren Menschen immer beliebter. Besonders, um der Einsamkeit im Alter zu entgehen oder um noch einmal etwas Neues auszuprobieren, gründen immer mehr ältere Menschen sogenannte "
Senioren-WGs".
Der Vorteil besteht darin, gemeinsam etwas miteinander unternehmen zu können, füreinander zu sorgen und sich dennoch zurückziehen zu können. Auf diese Weise bleibt die Selbstbestimmung im eigenen Tagesablauf erhalten, ohne die soziale Isolierung fürchten zu müssen. In ihrer ersten Veröffentlichung zu Wohnkonzepten im Alter schätzten die Bertelsmannstiftung und das
Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA), dass im Jahr 2003 bei 250 Wohnprojekten einige 1000 Senioren-WGs bestanden.
Senioren-WGs bieten in aller Regel bessere Rückzugsmöglichkeiten als klassische Studenten-WGs, da ältere Menschen mehr Ruhe und persönlichen Freiraum benötigen. Daher stehen oftmals nicht nur eigene Zimmer, sondern eigenständige Appartements zur Verfügung. Sind Bewohnerinnen und Bewohner pflegebedürftig, können neben der gegenseitigen Versorgung auch
grundpflegerische Leistungen und die hauswirtschaftliche Betreuung durch ambulante
Pflegedienste organisiert werden.
Wer sich mit dem Gedanken trägt, selbst eine Senioren-WG zu gründen, kann Mitbewohner/innen zum Beispiel über eine Zeitungsanzeige, den örtlichen Senioren-Treff, Wohnberatungsgesellschaften oder den nächstgelegenen
Pflegestützpunkt suchen. Haben sich die neuen Bewohner zusammengefunden und eine passende Wohnung oder ein geeignetes Haus entdeckt, sollten Strategien für die Möglichkeit einer späteren
Pflegebedürftigkeit überlegt und die Modalitäten bezüglich Mietzahlungen, Ein- und Auszug schriftlich geregelt werden. Hinsichtlich pflegebedürftiger Menschen sind
Betreute Wohngemeinschaften noch eine weitere adäquate Alternative zum Altenheim, da in diesem Fall die pflegerische Versorgung meist schon fester Bestandteil des Konzeptes ist.
Da es in zahlreichen Städten schon entsprechende Wohnprojekte gibt, können sich Interessenten oftmals auch als neue Bewohner anschließen, ohne selbst eine eigene Wohngemeinschaft gründen zu müssen.
Quelle: Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit
Siehe auch:
Wohnen mit Service;
Haushaltshilfe
[letzte Aktualisierung: 10/26/2011]