Haushaltsauflösung richtig organisieren

Checkliste und Terminplan erstellen

Eine Haushaltsauflösung besteht aus vielen Teilaufgaben, daher sollten Sie sich unbedingt eine Checkliste und einen Terminplan zusammenstellen, um alles rechtzeitig erledigen zu können. Ob Ihr Angehöriger in ein Heim umzieht oder verstorben ist, müssen in jedem Fall Hausrat gesichtet, Verträge und Abonnements geändert/gekündigt und die Wohnung renoviert werden. Vielleicht können Ihnen Verwandte oder Freunde bei der Aktion helfen.

Erinnerungs- und Wertgegenstände aussortieren

Steht ein Umzug ins Pflegeheim bevor, machen Sie möglichst gemeinsam mit Ihrem Angehörigen eine Aufstellung der Dinge, die er mitnehmen möchte. Dazu gehören auch Wertgegenstände wie Kunst und Schmuck, die Sie alternativ in einem Banktresor unterbringen lassen können. Ist Ihr Angehöriger verstorben, sichten Sie den gesamten Bestand und sortieren Sie Erinnerungsstücke für sich und andere Verwandte oder Freunde aus. Dabei muss das Testament des Erblassers berücksichtigt werden, sofern eins vorhanden ist.

Verkaufen, verschenken oder entrümpeln lassen

Anschließend müssen Sie überlegen, welche Möbel, Hausrats- und Kleidungsstücke Sie verkaufen oder verschenken möchten, bevor die Entsorgung beginnen kann. Ist Ihnen das alles zu viel, können Sie eine Firma für Haushaltsauflösungen beauftragen, die gewünschten Gegenstände abzuholen beziehungsweise die Wohnung komplett leerzuräumen.

Vergleichen Sie vorher verschiedene Angebote und wählen Sie am besten einen Festpreis, in dem alle Kosten enthalten sind. Der Entrümpelungsservice sollte haftpflichtversichert sein und die Wohnung besenrein übergeben. Denken Sie daran, dass zur Haushaltsauflösung auch Speicher und Keller gehören.

Sperrmülltermin für kaputte Dinge vereinbaren

Seien Sie oder ein Vertreter bei einer teilweiser Entrümpelung anwesend sein, damit die richtigen Gegenstände abgeholt werden. Für kaputte Möbel, Haushaltsmaschinen und anderen Hausrat vereinbaren Sie einen Sperrmülltermin. Dinge, die noch in Ordnung sind, werden Sie per Kleinanzeige, in Versteigerungsportalen im Internet oder auf Flohmärkten los.

Unterlagen sichten und Verträge kündigen

Zeitgleich müssen Sie alle Papiere des Verstorbenen durchschauen, um Versicherungs- und andere Verträge sowie Abonnements zu kündigen. Geben Sie sich bei der Kündigung des Mietvertrags ausreichend Spielraum für eine Renovierung. Vor einem Umzug ins Pflegeheim besprechen Sie mit Ihrem Angehörigen, welche Versicherungen und Abonnements noch sinnvoll sind.

Renovierung und Übergabe der Wohnung

Holen Sie von den Handwerkern, die Sie brauchen, ebenfalls Kostenvoranschläge ein und legen Sie die Termine für Renovierungsarbeiten so, dass die Wohnung bereits geräumt ist. Vereinbaren Sie den Übergabetermin für die Wohnung mit dem Vermieter so, dass er nicht zu dicht hinter der Renovierung liegt, falls noch etwas nachzubessern ist. Wenn Sie alle Termine festgelegt haben, schreiben Sie diese in einen Extrakalender und überprüfen Sie, ob die Reihenfolge stimmt und sich nichts überschneidet.

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