Haustiere in Pflegeheimen

Senior man with dogs and cat on his lap on bench

Haustiere machen glücklich

Haustiere spielen besonders für Senioren eine große Rolle. Der Umgang mit ihnen belebt den Alltag und lenkt von gesundheitlichen Problemen ab. Für alleinstehende ältere Menschen stellen Tiere oft die wichtigste Bezugsperson dar, der sie alles erzählen können. Durch die bedingungslose Zuneigung, die viele Haustiere zeigen, fühlen sich die Tierhalter glücklicher, entspannter und weniger einsam, was das Leben in einem Pflegeheim bereichern kann.

Tiere trösten ältere Menschen

Nicht nur durch das Sprechen mit Haustieren erweisen sich diese als ideale Partner. Das Streicheln von Hunden, Katzen, Meerschweinchen oder anderen Felltieren ersetzt fehlende menschliche Berührungen und tröstet die Senioren. Gerade Demenzkranke sprechen gut auf den Umgang mit Tieren an, daher werden sie auch zunehmend in der Therapie eingesetzt und deren Haltung in Pflegeheimen erlaubt.

Bedingungen für Haustiere in Pflegeheimen

Obwohl die Tierhaltung in Pflegeheimen zunimmt, ist diese nicht ganz unproblematisch. Die meisten Senioren können sich nicht allein um ihr Tier kümmern, daher muss sichergestellt werden, dass es artgerecht von einer anderen Person versorgt wird und ausreichend Bewegung hat. Weiterhin dürfen die Tiere andere Bewohner nicht stören, also weder Lärm machen noch sie durch wilde Bewegungen erschrecken.

Da in Pflegeheimen besondere hygienische Vorschriften eingehalten werden müssen, dürfen diese nicht durch die Tierhaltung verletzt werden. Die Tiere müssen selbstverständlich regelmäßig tierärztlich überwacht, geimpft und entwurmt werden. Auch dürfen sich die Tiere nur bei Bewohnern aufhalten, die keine Angst vor ihnen haben.

Tiere sind wichtig für Demenzerkrankte

Etliche Studien haben gezeigt, dass Tiere für demenzerkrankte Menschen besonders wertvoll sind. Die Art des Tieres ist weniger wichtig, allein der Kontakt lässt die Aufmerksamkeit der Erkrankten deutlich steigen. Der Betroffene vergisst seine Krankheit und wird wieder zugänglicher für seine Umgebung. Tiere sprechen uns auf mehreren Ebenen zugleich an, daher erreichen sie uns bereits, wenn sie uns nur anschauen. Bevor ein passendes Tier therapeutisch bei einem demenziell Erkrankten eingesetzt wird, muss er auf Allergien überprüft werden.

Alternative zur Tierhaltung im Pflegeheim: Besuchsdienste

Können Tiere aus verschiedenen Gründen nicht im Pflegeheim gehalten werden, wäre es möglich, für bestimmte Senioren Tierbesuche zu planen. Dazu muss zunächst besprochen werden, welche Tierart in Frage kommt und zu welchen Zeiten das Tier kommen darf, damit der Ablauf im Pflegeheim nicht gestört wird.
Auch diese Tiere müssen gesund und haftpflichtversichert sein, falls doch einmal ein Schaden entsteht. Das gilt auch für Therapiehunde. Ein Nachteil bei Besuchstieren könnte auftreten, wenn die Bewohner extrem an ihnen hängen und traurig werden, wenn das Tier wieder gehen muss.

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