Umzug ins Pflegeheim erleichtern

Pflegerin mit Seniorin draußen

Was wenn der Umzug schwer fällt?

Der Umzug in eine Pflegeeinrichtung ist für die Betroffenen und ihre Angehörigen ein großer Einschnitt im Leben. Häufig ist ein bevorstehender Wohnortwechsel mit zahlreichen Ängsten und negativen Gefühlen verbunden und fällt dadurch außerordentlich schwer. Es ist daher besonders wichtig, den Einzug ins Pflegeheim gut zu organisieren. Ein geplanter Umzug sollte möglichst offen angesprochen werden – je eher, umso besser. Die frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht es allen Beteiligten, sich langfristig auf die neue Situation vorzubereiten.

Gemeinsam entscheiden

Um das passende Alten- oder Pflegeheim zu finden, sollte die Wahl von den Angehörigen und der pflegebedürftigen Person gemeinsam und vor allem sorgfältig getroffen werden. Auch der beste Zeitpunkt für einen Wohnortwechsel sollte zwischen allen Beteiligten abgestimmt werden. Häufig gibt es die Möglichkeit, in den Einrichtungen einige Zeit auf Probe zu wohnen – eine gute Gelegenheit, um sich einen umfangreichen ersten Eindruck vom neuen Zuhause zu verschaffen.

Pflegeeinrichtung ausführlich informieren

Wenn die Wahl endgültig auf ein bestimmtes Pflegeheim gefallen ist und der Umzug naht, braucht das Pflegepersonal vor Ort ausführliche Informationen über den neuen Bewohner. Die Wünsche, Fähigkeiten und Bedürfnisse des Pflegebedürftigen hinsichtlich alltäglicher Grundbedürfnisse sollten möglichst genau bekannt sein:

  • Wie groß ist der Pflegebedarf zurzeit? Welche täglichen Handgriffe kann der Betroffene noch selbstständig vornehmen und wo braucht er Hilfe?

  • Welche Vorlieben und Abneigungen – gerade was den Bereich Essen und Trinken angeht – sind vorhanden?

  • Was unternimmt der Pflegebedürftige gern in seiner Freizeit? Womit kann man ihm eine Freude machen?

  • Welche Medikamente werden aktuell benötigt? Welche Krankheitsbilder liegen vor? Wer sind die behandelnden Haus- und Fachärzte?

  • Gibt es eine Patientenverfügung, Vollmachten oder gesetzliche Betreuer?

Die Pflegeheime sind verpflichtet, aus all diesen Informationen einen individuellen Pflegeplan zu entwickeln und dessen Umsetzung zu dokumentieren. Nur wenn die Mitarbeiter möglichst umfangreich über den Patienten Bescheid wissen, können sie im Krisenfall richtig reagieren.

Schrittweise ins neue Leben

Um den Pflegebedürftigen den Übergang in eine vollstationäre Einrichtung zu erleichtern, kann man zunächst auf ein Angebot zur Kurzzeitpflege zurückgreifen. Der Betroffene zieht erst einmal nur für einige Tage in die Pflegeeinrichtung und kommt danach wieder nach Hause. Wichtig ist dabei, eine geeignete Einrichtung auszuwählen. Wenn dann der endgültige Umzug ansteht, ist eine einfühlsame Begleitung unbedingt notwendig. Die ersten Wochen im neuen Zuhause sollten der Eingewöhnung und dem Einleben dienen. Angehörige und Pflegekräfte können dem neuen Bewohner das Ankommen erheblich erleichtern, wenn sie ihn bei diesem Schritt zuverlässig zur Seite stehen. Außerdem kann die Vereinbarung regelmäßiger Besuchszeiten dem Pflegebedürftigen das Gefühl geben, dass er trotz der veränderten Lebenssituation nicht allein gelassen wird.

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