Tagespflege: Entlastung der Pflegenden durch teilstationäre Pflege

Entlastung der Pflegenden durch teilstationäre Pflege

Wenn Sie einen Angehörigen zu Hause pflegen, jedoch mehr Unterstützung benötigen, als Ihnen ein mobiler Pflegedienst bieten kann, können Sie zwischen verschiedenen Möglichkeiten der teilstationären Pflege wählen. Der Pflegebedürftige wird dann stundenweise in einer Pflegeeinrichtung betreut.

Möglichkeiten der teilstationären Pflege

Wenn ein erhöhter Pflegebedarf besteht oder wenn Sie tagsüber berufstätig sind, können Sie Ihren Angehörigen stundenweise in einer Pflegeeinrichtung versorgen lassen. In der sogenannten Tagespflege wird der Betroffene von professionellen Pflegekräften meist von morgens bis nachmittags betreut.
Ist Ihr pflegebedürftiger Angehöriger nachts sehr unruhig, wie es besonders bei Demenzkranken häufig vorkommt, ist er gut in einer Nachtpflege aufgehoben. So können Sie entspannt schlafen und sich für die Pflege am Tag erholen. Morgens wird Ihr Angehöriger gewaschen und angezogen wieder zu Ihnen nach Hause gebracht.

Kombination der teilstationären Pflege mit anderen Pflegeleistungen

Durch die Pflegestärkungsgesetze können Sie seit Januar 2015 die Angebote der teilstationären Pflege auch mit ambulanten Pflegesachleistungen (für einen ambulanten Pflegedienst) und/oder dem Pflegegeld ohne finanzielle Einbußen kombinieren.
Zusätzlich gibt es niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote. Davon profitieren vor allem Demenzkranke in Pflegestufe 0, deren Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt ist.

Finanzierung der teilstationären Pflege

Seit Januar 2016 werden Sie und Ihr Angehöriger mit folgenden Beträgen für die Tages- oder Nachtpflege unterstützt:
Pflegestufe I: 468 Euro
Pflegestufe II: 1.144 Euro
Pflegestufe III: 1.612 Euro
Außerdem können Sie ergänzende Leistungen bei erheblich allgemeinem Betreuungsaufwand von maximal 208 € pro Monat bekommen.

Kombination mit Pflegeleistungen 2016

Folgende Beträge gelten für die Pflegeleistungen seit Januar 2016, die Sie mit der teilstationären Pflege kombinieren können:
Sachleistung für die häusliche Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst:
Pflegestufe I: 468 Euro
Pflegestufe II: 1.144 Euro
Pflegestufe III: 1.612 Euro
Sachleistung bei außergewöhnlich hohem Pflegeaufwand: 1.995 Euro
Pflegegeld für die Pflege durch Angehörige:
Pflegestufe I: 244 Euro
Pflegestufe II: 458 Euro
Pflegestufe III: 728 Euro
Bei Verhinderung der Pflegeperson gibt es maximal 1.612 Euro pro Jahr.
Wird eine Leistungsart weniger genutzt, können Sie für eine andere Leistung einen höheren Betrag beanspruchen.

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