Seniorenimmobilie als Kapitalanlage

Markt für Seniorenimmobilien (Entwicklung/Prognosen)

Der Bedarf an seniorengerechten Immobilien wird auch in den folgenden Jahrzehnten steigen. Statistiker rechnen damit, dass bis 2030 etwa dreißig Prozent der Bewohner in Deutschland zu den Rentnern gehören werden. Da die meisten Menschen möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden bleiben möchten, muss ausreichend Wohnraum geschaffen werden, der barrierefrei ist.

Zurzeit sind jedoch nicht genügend Apartments vorhanden, die auch im Pflegefall genutzt werden könnten. Die Nachfrage an Seniorenimmobilien verschiedener Art ist groß, zumal diese zugleich eine solide Geldanlage und Vorsorge für das Alter bieten.

Nachteile von Immobilien als Anlage

Da der Begriff „Betreutes Wohnen“ nicht staatlich geschützt ist, kann sich hinter jedem Wohnkonzept etwas Anderes verbergen. Nicht alle Wohnungen, die unter dieser Bezeichnung verkauft werden, sind tatsächlich barrierefrei. Wer eine Seniorenimmobilie erwerben möchte, sollte sich genau das Konzept des Betreibers anschauen und darauf achten, dass er nicht selbst für die Vermietung sorgen muss.

Manche Wohnungen eignen sich nur bis Pflegestufe II, daher müssten die Bewohner im Fall einer schweren Einschränkung doch noch einmal umziehen. Solche Wohnungen lassen sich zudem schlechter vermieten. Wenn Sie eine Pflegeimmobilie kaufen, haben Sie zwar nicht unbedingt die Möglichkeit, später in diese einzuziehen, aber das Anrecht auf eine gleichwertige Wohnung im entsprechenden Pflegeheim.
Wohnformen wie Betreutes Wohnen, Seniorenresidenzen, Altersgerechtes Wohnen oder Service-Wohnen werden zudem nicht staatlich gefördert.

Vorteile von Seniorenimmobilien

Wenn Sie sich für den Kauf einer Pflegeimmobilie entscheiden, übernimmt die jeweilige Pflegeeinrichtung die Vermietung und Verwaltung. Sichern Sie sich gleichzeitig das Recht auf Eigennutzung, falls Sie nicht ohnehin sofort dort einziehen. Der Anspruch auf Eigennutzung kann auch auf Verwandte ersten Grades übertragen werden.

Pflegeapartments sind als Kapitalanlage nicht nur interessanter, weil sie regelmäßige Mieteinnahmen bringen und gefördert werden. Sie befinden sich meist in einer bevorzugten Lage und müssen für pflegebedürftige Bewohner nach festgelegten Auflagen ausgestattet sein. Auch der Bedarf an Pflegeimmobilien wurde vor der Errichtung berechnet, sodass Sie mit einer konstanten Vermietung rechnen können. Der Betreiber, der sich um die Verwaltung der Pflegeapartments kümmert, sucht zudem nur Mieter aus, die die Wohnung auch bezahlen können.
Erfahren Sie mehr darüber, ob Pflegeimmobilien eine sichere Geldanlage sind

Überblick: Wohnformen im Alter

Nicht jeder Senior ist pflegebedürftig, daher kommen neben Pflege-Immobilien auch andere Wohnformen infrage. Beliebt sind zunehmend Altersgerechtes Wohnen, Service-Wohnen, Senioren-WGs, Betreutes Wohnen, Mehrgenerationenhäuser und Seniorenresidenzen. Vielen älteren Menschen ist es wichtig, selbstständig, aber nicht isoliert zu leben und im Notfall Hilfe zu bekommen.

Wer in einer Gemeinschaft lebt, bleibt aktiver und geistig beweglicher. Besonders vorteilhaft sind die Mehrgenerationenhäuser, da hier Menschen verschiedenen Alters zusammen wohnen und Interaktionen erwünscht sind. Hier hat zwar jeder seine eigene Wohnung, aber es gibt Möglichkeiten für gemeinschaftliche Veranstaltungen und Räume, wo sich die Bewohner treffen können.

Die Bewohner von Mehrgenerationenhäusern helfen sich gegenseitig. Senioren müssen sich nicht überflüssig fühlen, sondern können zum Beispiel jungen Müttern beim Betreuen ihrer Kinder unter die Arme greifen. Umgekehrt können die jüngeren Bewohner den älteren zur Seite stehen, falls sie einmal krank sind.

Sonderform: Pflegeimmobilie

Eine Pflegeimmobilie ist eine besondere Form der Eigentumswohnung, die eine krisensichere Sachwertanlage und eine hohe Rendite bietet. Der Erwerb wird staatlich gefördert, weil Sie mit dieser Wohnform den gesellschaftlichen Bedürfnissen entgegenkommen. Die Apartments befinden sich in einem staatlichen oder privaten Pflegeheim, an das der Eigentümer seine Wohnung vermietet. Die Einrichtung vermietet wiederum an Senioren, die mehr als nur betreuten Wohnraum benötigen.
Als Anleger erhalten Sie regelmäßige Mieteinnahmen, auch wenn die Wohnung nicht vermietet sein sollte. Um die Verwaltung Ihrer Immobilie müssen Sie sich kaum kümmern. Sie können sie jederzeit verkaufen, vererben oder verschenken. Falls Sie selbst eine Pflegeimmobilie mieten möchten, vermeiden Sie möglichst einen variablen Mietvertrag, da sich die Miete gemessen an den allgemeinen Lebenshaltungskosten jährlich erhöhen kann.

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