Stürze vermeiden: Bad rutschfest machen

Sturzgefahr im Bad

Viele Badezimmer werden durch eine unpraktische Ausstattung und den Umgang mit Wasser schnell zu einer rutschigen Gefahrenzone. Sobald Fliesen feucht sind und noch dazu barfuß betreten werden, gleitet man leichter aus und kann sich heftige Verletzungen zuziehen. Zudem kommen oft unbequeme Duschkabinen, unbeschichtete Badevorleger und schlechte Beleuchtung, die zu erhöhten Sturzrisiken führen.

Einfache Maßnahmen zur Sturzprävention

Um ein Bad sicherer zu gestalten, genügen oft schon einfache Ergänzungen und Änderungen. Für eine bessere Standfestigkeit können Sie die Oberfläche glatter Duschtassen, Badewannen und Bodenfliesen mit einer Anti-Rutsch-Beschichtung behandeln, die sich leicht reinigen und bei Bedarf wieder entfernen lässt (zum Beispiel AntiGrip). Wenn Sie eine Gehhilfe benötigen, sollte diese so ausgestattet sein, dass sie auf glatten oder nassen Böden nicht wegrutscht. Ist genügend Platz im Bad, stellen Sie einen Hocker bereit, auf den Sie sich beim Waschen oder Duschen setzen können. Tragen Sie immer Ihre Brille und/oder Ihr Hörgerät, auch wenn Sie nur kurz ins Bad gehen.

Hilfsmittel zur Sturzprävention

Verwenden Sie nur Badematten, die eine rutschfeste Gummierung auf der Unterseite besitzen. Zusätzliche Haltegriffe zum Ein- und Aussteigen bei Duschkabine und Wanne erhöhen die Sicherheit um ein Vielfaches. Bringen Sie zusätzliche Leuchten an oder verwenden Sie eine hellere Glühlampe. Halten Sie immer ein Tuch bereit, mit dem nasse Bodenbereiche sofort trocken gewischt werden können. Betreten Sie Ihr Bad möglichst mit rutschfesten Badesandalen.

Umbau des Bades

Lässt sich Ihr Bad mit diesen einfachen Hilfsmitteln nicht ausreichend sturzsicher ausrüsten, sollten Sie es umbauen. Lassen Sie sich dazu von einem erfahrenen Badausstatter und Fliesenleger beraten. Für Barfußbereiche bieten sich rutschfeste Fliesen aus Naturstein an. Duschkabinen sollten barrierefrei und möglichst bodengleich eingerichtet werden. Toiletten sollten in einer für Sie passenden Höhe angebracht werden und seitliche Haltegriffe haben. Seit dem 1. Januar 2015 bekommen Sie bis zu 4000 Euro für eine solche wohnumfeldverbessernde Umbaumaßnahme, wenn Sie in einer Pflegestufe sind.

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