Finanzierung eines altersgerechten Umbaus

Mit zunehmendem Alter oder durch Krankheit und Behinderung ist eine Wohnung oder ein Haus nicht mehr funktional und muss den Bedürfnissen angepasst werden. Bevor ein Umbau stattfinden kann, sollten nicht nur die handwerklichen Möglichkeiten, sondern auch die finanzielle Seite des Projekts gründlich beleuchtet werden.

Unterstützung durch die KfW Bank

Liegt Pflegebedürftigkeit vor, so können Betroffene Zuschüsse von der Pflegekasse bis maximal 4.000 Euro bekommen (Stand 01. Januar 2015). Leben mehrere Pflegebedürftige gemeinsam in einer Wohnung, können sie statt bis zu 10.228 Euro jetzt bis zu 16.000 Euro pro Maßnahme erhalten. Manchmal reichen diese Zuschüsse nicht aus oder es liegt keine Pflegebedürftigkeit vor, dann steht der Betroffene vor der Frage, wie er die nötigen baulichen Maßnahmen finanzieren kann. Eine Möglichkeit zur Finanzierung eines altersgerechten Umbaus der Wohnung kann ein Kredit der KfW Bank sein. Die KfW ist eine der wichtigsten Förderbanken in Deutschland, sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen, Städte, Gemeinden sowie für gemeinnützige und soziale Organisationen.

Tipps für den KfW-Antrag

Zunächst sollten Sie planen, was in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung umgebaut werden muss, damit Sie sich ohne Probleme bewegen oder gepflegt werden können. Anschließend wählen Sie den Kredit aus dem Förderprogramm „Altersgerechter Umbau“ und besprechen Ihr Vorhaben mit einem Finanzierungspartner der Kfw. Diese sind zurzeit die Deutsche Bank, Genossenschaftsbanken und fast alle  Sparkassen. Die Beratung der KfW Bank beinhaltet auch das Einholen von Angeboten bei verschiedenen Finanzierungspartnern, sodass Sie sich nicht extra darum kümmern müssen. Je Wohnungseinheit kann ein Förderkredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro beantragt werden. Der effektive Jahreszins liegt bei einem Prozent. Dieser Förderkredit kann unabhängig vom Alter gewährt werden und mit anderen Kreditprogrammen der KfW Bank, wie das Förderprogramm zum energetischen Umbau, kombiniert werden.

Welche Umbaumaßnahmen werden gefördert?

Sowohl bauliche Maßnahmen zur Erleichterung von Bewegungen im Außenbereich wie Überdachungen für Rollstühle oder barrierefreie Zugänge an der Haustür als auch Veränderungen in der Wohnung oder im Haus, zum Beispiel Badumbauten, werden von der KfW unterstützt. Dazu gehören auch technische Einrichtungen, unter anderem elektrische Türöffner, Rufanlagen und Beleuchtungssysteme. Wenn Sie eine Zusage erhalten, dass die Förderung bewilligt ist, können Sie mit dem Umbau beginnen. Ist die Modernisierung beendet, müssen Sie sich dies von dem Sachverständigen  bestätigen lassen und nach Auszahlung der Fördermittel bei Ihrer Bank innerhalb von neun Monaten einreichen.
 

Tipp: Finanzierungsvergleich altersgerechter Umbau

Dank der derzeit sehr günstigen Zinsen lohnt sich der altersgerechte Umbau des eigenen Wohnraums besonders. Dennoch lohnt es sich gerade bei barrierefreien Modernisierungsarbeiten die Finanzierung zu vergleichen. Folgend bieten wir Ihnen einen einfachen Vergleich:



Sonstige Unterstützung

Für einen altersgerechten Umbau bekommen Sie auch von der Krankenkasse Unterstützung. Sie bezahlt nach Verordnung des Arztes die Kosten für Hilfsmittel wie Haltegriffe, Badewannen-Lifter oder Toilettensitzanpassung. Sie selbst müssen pro Hilfsmittel zwischen fünf und zehn Euro dazu zahlen. Werden im Rahmen des Umbaus Pflegehilfsmittel wie ein Hausnotruf benötigt, gibt es von der Pflegekasse ebenfalls einen Zuschuss. Wird die häusliche Pflege durch einen Umbau wesentlich erleichtert oder überhaupt erst möglich gemacht, bekommen Sie sogar bis zu 2557 Euro. Je nach Ursache der Behinderung kann  auch die gesetzliche Unfallkasse zu den Kosten von Hilfsmitteln beitragen. Im Notfall hilft das Sozial- und Grundsicherungsamt Ihrer Stadt bei der Versorgung aus.

Adressen zur Finanzierungsberatung

Unter www.kfw.de können Sie entweder online Kontakt aufnehmen oder per Telefon kostenlos unter 0800 539 9002 von Montag bis Freitag: 08.00-18.30 Uhr. Außerdem gibt es ein verschlüsseltes Formular auf der Webseite, mit dem Sie Ihre Frage per Email stellen können. 

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