Ratgeber Pflegekurse für pflegende Angehörige

Anspruch auf Pflegekurse

Wenn Sie als Angehöriger ein Familienmitglied zu Haus pflegen möchten, jedoch keine Erfahrung darin haben, können Sie sich in einer Pflegeschulung auf die Situation vorbereiten. Als ehrenamtliche Pflegeperson können Sie diese Kurse nutzen, um eine Weiterbildung zu erhalten. Einsätze durch Pflegeberater bei Pflegebedürftigen mit oder ohne Demenz gehören ebenfalls zum Angebot der Pflegeversicherung, wenn der Betroffene in einer Pflegestufe ist. Die Schulungen sollen auch eine Prävention vor eigener Überforderung bieten.

Welche Inhalte haben Pflegekurse?

In einem Pflegekurs erhalten Sie praktische Hilfen und Beratungen, wie Sie die häusliche Pflege kompetent und leichter durchführen können. Sie lernen bereits im Krankenhaus, wie Sie Ihren Angehörigen richtig versorgen und zugleich die eigenen Kräfte schonen. Dazu gehört unter anderem das Waschen des Betroffenen, Hilfe bei der Ernährung und bei Toilettengängen. Sie haben auch die Möglichkeit, sich zur Entlastung mit anderen Pflegenden über Probleme zu unterhalten. Etliche Schulungen finden zu Haus bei dem Pflegebedürftigen statt, um unter realistischen Bedingungen zu üben.

Wo finde ich den passenden Pflegekurs?

Pflegekurse finden Sie bei gemeinnützigen Vereinen, Krankenversicherungen, ambulanten Pflegediensten oder in Fachkliniken. Dort werden Grundlehrgänge und spezielle Kurse für die Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen angeboten. Wenn Sie noch keinerlei Kenntnisse haben, sollten Sie einen Kurs wählen, der Ihnen zunächst die Basispflege vermittelt, zum Beispiel, wie Sie mit dem Kranken umgehen sollten, die tägliche Grundpflege durchführen und auf welche vorbeugenden Maßnahmen Sie achten sollten. Wenn Sie kein Angebot in Ihrer Nähe finden, können Sie auch an Online-Pflegekursen teilnehmen. Hier fehlt allerdings die praktische Unterstützung.

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