Tipps für pflegende Angehörige: Körper schonen

Pflegearbeit erleichtern

Einen Angehörigen zu pflegen ist eine anspruchsvolle und anstrengende Aufgabe, die Sie sich so leicht wie möglich machen sollten. Wenn der Pflegebedürftige bettlägerig ist oder sich nur wenig selbst bewegen kann, ist Ihr körperlicher Einsatz besonders gefordert. Hier sind Tricks gefragt, die Ihnen die Arbeit erleichtern.

Um Ihren Angehörigen kräfteschonend heben oder transportieren zu können, lassen Sie sich in einem Pflegekurs oder vom Pflegedienst die richtigen Techniken und Hilfsmittel zeigen. Sowohl Schulungen als auch Transferhilfen werden von der Pflegekasse bezahlt.

Stärken Sie Ihren Körper

Außerdem sollten Sie regelmäßig Übungen machen, die Ihren Körper und besonders Ihren Rücken stärken. Kurse finden Sie in örtlichen Fitnesscentern, an Volkshochschulen und in Online-Fitnessstudios. Auch bei YouTube sind zahlreiche Gymnastikvideos eingestellt. Internetkurse sind besonders hilfreich, weil Sie üben können, wenn Sie Zeit haben.

Routine überprüfen

Machen Sie immer wieder einmal eine Bestandsaufnahme, welche Pflegeaufgaben Sie täglich zu erledigen haben. Überlegen Sie, welche Tätigkeiten Sie an Helfer abgeben könnten. Wenn Sie in der Familie oder unter Ihren Freunden niemanden haben, der Sie unterstützen kann, müssen Sie dennoch nicht auf Unterstützung verzichten.

Geben Sie Aufgaben ab

Viele anstrengende Pflegeaufgaben können Sie einem professionellen Pflegedienst überlassen, der von der Pflegekasse bezahlt wird, wenn Ihr Angehöriger in einer Pflegestufe ist. Damit ist die Betreuung Ihres Angehörigen jedoch noch nicht erledigt: Sie müssen für seine Unterhaltung und Beaufsichtigung sorgen, nebenbei den Haushalt machen, einkaufen und möglicherweise noch eine Familie versorgen. Wenn Sie keine ruhige Minute mehr haben, führt der stressige Alltag langfristig zu seelischen und körperlichen Beschwerden.

Lassen Sie sich daher so viele Aufgaben abnehmen wie möglich! Es bleiben immer noch genug übrig. Zur Beaufsichtigung und Unterhaltung können Sie einen ehrenamtlichen Helfer engagieren. Ist nur wenig Zeit oder Energie zum Kochen da, bestellen Sie Essen auf Rädern. Auch eine Haushaltshilfe können Sie beanspruchen. Sie wird von der Pflegekasse mitfinanziert.

Gönnen Sie sich freie Tage und Urlaub

Damit Sie sich gründlich regenerieren können, sind regelmäßige Auszeiten wichtig. Beschränken Sie sich nicht nur auf einzelne Tage, sondern gönnen Sie sich auch Urlaube oder Kuren. Während sie sich erholen, wird Ihr Angehöriger durch eine Ersatzpflege, die sogenannte Verhinderungspflege, betreut und versorgt. Wenn die Pflege nicht zu Hause stattfinden kann, ist Ihr Angehöriger während Ihrer Abwesenheit gut in einer entsprechenden Einrichtung aufgehoben.


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