Ambulante Hilfsdienste für die häusliche Pflege

Ambulante Pflegerin hilft Seniorin

Inhaltsverzeichnis

Um Personen zu entlasten, die ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause pflegen, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote.

Angefangen von selbst organisierten Nachbarschaftsdiensten über ehrenamtliche Pflegebegleiter bis hin zu professionellen Helfern für demenzkranke Menschen: In den meisten Orten gibt es eine ganze Reihe von Hilfsdiensten für die häusliche Pflege.

Wenn Sie auf der Suche nach ambulanten Diensten für Ihre pflegebedürftigen Angehörigen sind, dann erkundigen Sie sich am besten

  • bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung
  • den sozialen Diensten vor Ort
  • in einem nahe gelegenen Pflegestützpunkt

Oder Sie benutzen die Dienstleister-Suche von Wohnen-im-Alter.de.

Essen auf Rädern

Für ältere Menschen, die ihre Mahlzeiten nicht mehr selbstständig zubereiten können oder wollen, gibt es entsprechende Lieferangebote. Unter dem Namen Essen auf Rädern, Menü-Bringdienst oder fahrbarer Mittagstisch wird ihnen täglich eine Mahlzeit – meistens das Mittagessen – nach Hause geliefert.

Dabei ist die Zahl der Anbieter mittlerweile sehr groß. Es lohnt sich also auf jeden Fall, die unterschiedlichen Lieferdienste, wie zum Beispiel bei Apetito, ausgiebig miteinander zu vergleichen. Dabei sollte besonders auf die Qualität der Mahlzeiten geachtet werden. Für Senioren über 65 Jahre sollte die Kost besonders vitamin- und nährstoffreich sein. Die beste Möglichkeit, das Angebot zu testen, bietet ein Probemenü. Das ist durchaus üblich, muss aber in der Regel von den Kunden bezahlt werden.


Notrufdienste

Gerade für pflegebedürftige Personen, die tagsüber längere Zeit allein sind, eignet sich ein Hausnotruf, wie zum Beispiel der Johanniter-Hausnotruf, als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme. Der Notrufdienst sorgt dafür, dass Sie per Knopfdruck rund um die Uhr den Notruf erreichen können, zum Beispiel nach einem Sturz oder wenn starke Schmerzen Sie am Aufstehen hindern. Sowohl die Wohlfahrtsverbände als auch verschiedene private Unternehmen bieten derartige Dienste an.

Per Funkknopf Hilfe rufen

Zu einem Hausnotrufsystem gehören in der Regel eine Basisstation und ein Funksender. Die Basisstation wird in der Nähe des Telefons angeschlossen und ist über die Telefonleitung mit der Notrufzentale verbunden. Der Funksender („Funkfinger“) wird an einer Kette oder wie ein Armband getragen.

Tritt eine Notsituation ein, kann per Knopfdruck die Notfallzentrale informiert und Hilfe geholt werden. Die Kosten für ein derartiges Notrufsystem belaufen sich auf etwa 20 Euro. Liegt eine Pflegestufe vor, können diese Kosten von der Pflegekasse erstattet werden.


Ambulante Pflegedienste

In Deutschland gibt es mittlerweile überall ambulante Pflegedienste. Neben zahlreichen gemeinnützigen Trägern, finden sich auch viele private Anbieter, die um die Gunst der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen konkurrieren.

Die Suche nach einem Dienst, der für die eigene Situation und Anforderungen am besten geeignet ist, erweist sich dabei oft als schwierig. Andererseits hat die große Auswahl den Vorteil, dass es für fast alle individuellen Vorstellungen den passenden Pflegedienst gibt.

So finden Sie den richtigen Pflegedienst

Eine wichtige Rolle bei der Auswahl eines passenden Pflegedienstes spielt die Benotung durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen). Seit einigen Jahren überprüft der MDK regelmäßig alle Pflegeeinrichtungen in Deutschland und vergibt nach einem einheitlichen Schema „Schulnoten“. Diese bilden eine gute Ausgangsbasis, um nach einem geeigneten Pflegedienst zu suchen.

Zusätzlich sind natürlich vor allem persönliche Empfehlungen durch Bekannte, Ärzte, Apotheker oder andere Pflegebedürftige ein wichtiger Orientierungspunkt. Auch bei den Pflegestützpunkten gibt es umfangreiche Informationen zu den einzelnen Diensten. Bevor Sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Pflegedienst machen, sollten Sie zunächst unbedingt Ihren persönlichen Hilfsbedarf beispielsweise für Pflege, Hauswirtschaft oder Betreuung ermitteln.

Erste Schritte

Wenn Sie dann mit einem in Frage kommenden ambulanten Dienst Kontakt aufnehmen, ist schon der erste Eindruck entscheidend:

  • Wie freundlich ist Ihr Ansprechpartner?
  • Bekommen Sie alle Informationen, die Sie wünschen?

Ein guter Pflegedienst bietet in der Regel einen Hausbesuch inklusive Erstberatung an. Bei diesem Erstgespräch sollten alle wichtigen Fragen geklärt werden. Vor allem die Frage nach der personellen Kapazität ist dabei zu beachten:

  • Wie viel Stammpersonal steht dem Dienst zur Verfügung?
  • Wie hoch ist die Fluktuation?

Denn viele Pflegebedürftige legen Wert darauf, nicht ständig von wechselnden Pflegern betreut zu werden. Eine weitere wichtige Frage ist, ob Ihnen der Pflegedienst bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber Kostenträgern wie Pflegekasse oder Sozialamt behilflich sein kann, zum Beispiel bei der Beantragung einer höheren Pflegestufe.

Vertragliche Regelungen

Zwischen dem Pflegebedürftigen und dem ambulanten Pflegedienst wird ein Vertrag abgeschlossen. Dieser sollte vor seiner Unterzeichnung unbedingt auf enthaltende Kündigungsfristen, aufgeführte Kosten und Haftungsfragen überprüft werden. Erst wenn alle offenen Fragen geklärt sind, sollte der Vertrag unterschrieben werden.

Nach Vertragsabschluss haben Sie immer 14 Tage Zeit, um den Pflegedienst zu testen. Während dieser Zeit ist der Vertrag noch ohne Angabe von Gründen kündbar.

Kosten und Finanzierung von ambulanten Pflegediensten

Die Kosten für einen ambulanten Pflegedienst werden in der Regel direkt mit der Pflegekasse abgerechnet. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können einen entsprechenden Antrag jederzeit formlos bei ihrer Pflegekasse einreichen.

Allerdings übernimmt die Pflegekasse lediglich die Grundversorgung entsprechend der vorhandenen Pflegestufe. Unter Umständen lohnt es sich daher, vor der Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes die Gewährung einer höheren Pflegestufe anzustreben.

Anbulanten Pflegedienst finden

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