Essen und Trinken in der Pflege

Gesundes Essen im Alter

Auch im höheren Alter sollte auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Flüssigkeit geachtet werden, da diese die Basis für eine stabile Gesundheit darstellen. Bei pflegebedürftigen Menschen müssen zudem Besonderheiten aufgrund ihrer Krankheiten beachtet werden, zum Beispiel bei Diabetes.

Grundsätzlich sollten Sie für leichte, fettarme Mahlzeiten mit viel frischem Gemüse und wenig Fleisch sorgen, die abwechslungsreich sind und appetitlich angerichtet serviert werden, denn die Augen essen mit. Lieblingsspeisen des Pflegebedürftigen dürfen gern häufiger auf den Tisch kommen. Mehrere kleine Portionen sind besser bekömmlich als wenige große.

Ess- und Trinkverhalten

Appetit und Durst lassen gerade bei älteren Pflegebedürftigen nach, wenn die Bewegung fehlt. Viele trinken so wenig, dass eine Austrocknung droht. Wer nicht gern für sich allein kocht oder keinen Hunger verspürt, ernährt sich gern von Fertigprodukten oder zu einseitig. In Gesellschaft macht das Essen mehr Spaß, manche brauchen jedoch eher eine ruhige Umgebung, damit das Schlucken reibungslos funktioniert. Ist der Pflegebedürftige bettlägerig, sollten Sie ihn zum Essen so weit wie möglich aufrichten, um eine Aspirationsgefahr zu vermeiden.

Störungen bei Pflegebedürftigen

Sich im höheren Alter gesund zu ernähren ist, fällt nicht jedem leicht. Wenn Ihr Angehöriger zudem unter einer oder mehreren Krankheiten leidet, können diese den Appetit beeinträchtigen oder eine Schluckstörung hervorrufen. Oft werden verschiedene Nahrungsmittel nicht vertragen oder gemocht. Die Folge ist eine Mangelernährung und eventuell eine Gewichtsabnahme.

Wenn der Pflegebedürftige keine Rohkost verträgt, reichen Sie gekochtes Gemüse. Auch der Geschmackssinn und das Durstempfinden haben sich möglicherweise verändert. Einige Medikamente können einen Vitamin- und/oder Mineralstoffmangel verursachen, der ausgeglichen werden muss.

Tipps für die Nahrungsaufnahme bei Demenzkranken

Je mehr eine Demenzerkrankung fortschreitet, desto mehr Hilfe brauchen die Betroffenen bei den Mahlzeiten. Geben Sie jeweils nur so viel Unterstützung wie notwendig ist, auch wenn die Nahrungsaufnahme länger dauert. Tolerieren Sie, wenn Ihr pflegebedürftiger Angehöriger sein Essen zum Beispiel mit Saft vermischt. Lassen Sie ihn mit dem Löffel essen, wenn es mit Messer und Gabel nicht mehr klappt.

Achten Sie jedoch darauf, dass er genügend zu sich nimmt und vereinfachen Sie das Essen, indem Sie alles zerkleinert oder in Häppchen servieren, die er mit den Händen nehmen kann. Nutzen Sie Hilfsmittel wie spezielles Besteck, das leichter zum Mund geführt werden kann, unzerbrechliche Teller und standfeste Becher mit Deckel und Trinköffnung, um die Nahrungsaufnahme so einfach wie möglich zu gestalten.

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