Online-Verzeichnis für Pflegestützpunkte

Kostenlose und unabhängige Pflegeberatung 

Was tun im Pflegefall? Ist ein leben Zuhause möglich? Was ist Tagespflege und Kurzzeitpflege? Oder doch ins Heim? Im Pflegefall ist oft schnelle Hilfe notwendig und nur wenige Menschen wissen, welche Möglichkeiten es gibt. Seit dem Pflegereformgesetz 2008 gibt es in fast allen Bundesländern Pflegestützpunkte, an welche sich Pflegebedürftige und deren Angehörige mit ihren Fragen wenden können. Pflegebedürftige haben seit dem Pflegereformgesetz 2008 Anspruch auf eine unabhängige und kostenlose Beratung. Jedes Bundesland konnte selbst entscheiden, ob es zentrale Pflegestützpunkte einrichtet.

Was ist ein Pflegestützpunkt

Die Pflegestützpunkte sollen nicht nur über die Möglichkeiten der Pflegefinanzierung aufklären, sondern auch Hilfestellung bei allen Pflegefragen bieten und regionale Betreuungs- und Hilfsangebote vermitteln. Bundesweit gibt es mittlerweile über 300 Pflegestützpunkte. Die meisten davon in Rheiland-Pfalz. 

Dort gibt es über 135 Pflegestützpunkte. Schlusslicht ist Niedersachsen mit nur 14 Pflegestützpunkten. Sachsen und Sachsen-Anhalt setzen auf ein eigenes Pflegeberatungs-Netzwerk. In diesen Ländern wird die Pflegeberatung an Beratungsstellen von Kommunen und Krankenkassen übernommen.

Pflegestützpunkte im Test

Im Finanztest Spezial "Eltern versorgen" wurden 2012 bundesweit 16 Pflegestützpunkte getestet. In diesem Test schnitten davon 5 Pflegestützpunkte mit gut und die restlichen mit befriedigend ab. Überwiegend gut waren die meisten Stützpunkte in der Service-Qualität. Die meisten Pflegestützpunkte waren gut telefonisch zu erreichen und boten einen zeitnahen Beratungstermin, der auch eingehalten wurde. Bei der fachlichen Beratung war die Qualität aber sehr unterschiedlich. Zwar konnten die Pflegeberater über die unterschiedlichen Pflegestufen und Leistungen der Pflegekasse aufklären, eine umfassende Beratung zum Thema Demenz oder Hilfestellung bei der Führung eines Pflegetagebuchs fand nur zum Teil statt. An den Pflegestützpunkten fand in fast allen Fällen eine unabhängige Beratung statt, nur in einem Fall empfahl eine Beraterin ihren eigenen Pflegedienst. Auch wenn die Beratung in den Pflegestützpunkten nicht immer gut ist, sollte diese anderen privaten Angeboten vorgezogen werden. Nur im Einzelfall, wie bei einem Pflegestufen-Widerspruch, sollte ein spezialisierter Pflegeberater oder Fachanwalt aufgesucht werden.

Tipp: Gut vorbereiten vor dem Erstgespräch

Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch vor und informieren Sie sich vor dem Erstgespräch mit einem Pflegeberater über die unterschiedlichen Möglichkeiten im Pflegefall und die Pflegefinanzierung. Machen Sie eine Liste mit Punkten, die Sie klären möchten und nehmen Sie Dokumente wie das Pflegetagebuch mit. Der Pflegeberater kann bei komplexen Fällen auch nach Hause kommen. Der Berater sollte die Situation des Pflegefalls möglichst genau erfassen und erklären welche Möglichkeiten es gibt. Über die verschiedenen Ansprüche, Dienste und Einrichtungen sollte umfassend aufgeklärt werden. Der Berater darf hierbei keine Empfehlungen geben, sondern einen vollständigen Überblick der gewünschten Einrichtungen aus der Region geben.

Pflegestützpunkt-Verzeichnis

Hand in Hand

Sie benötigen kostenlose Beratung im Pflegefall? Hilfe und Beratung erhalten Sie kostenlos bei einem Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe. Finden Sie Pflegestützpunkte in Ihrem Bundesland: 

  • Pflegestützpunkte Berlin

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