Pflegefall: Umziehen oder Pflege zu Hause?

Wohnen im Alter

Mit zunehmenden Alter oder Pflegebedürftigkeit gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten des Wohnens. Dabei muss von Fall zu Fall unterschieden werden. Bei dem einem reicht eine Wohnraumanpassung, der andere benötigt eine 24h-Hilfe, z.b. durch eine polnische Pflegekraft, und bei manchen kann ein Umzug in eine stationäre Einrichtung das Beste sein. Folgend einen kurzen Überblick der unterschiedlichen Lösungen und für wen diese am besten geeignet sind.

Wohnen im Alter Zuhause

Die Mehrheit der Menschen möchten Ihr Alter in den gewohnten vier Wänden verbringen. Wenn der eigene Wohnraum für das Wohnen im Alter geeignet ist, gibt eine Vielzahl von Maßnahmen, diesen Wunsch zu ermöglichen:

    • Altersgerechte Wohnraumanpassung:
      Die Anpassung des Wohnraums eignet sich besonders für Menschen mit geringer Pflegebedürftigkeit und  guten sozialen Kontakten. Bei dieser Maßnahme wird die Wohnung auf die veränderten Bedürfnisse  des Bewohners angepasst, wie der Umbau des Bades oder der Einbau eines Treppenliftes. Je nach Maßnahme kann ein Umbau zwischen 100 bis 30.000 € kosten. Mehr Informationen zum altersgerechten Umbau

    • Unterstützung durch einen Pflegedienst:
      Besonders für Pflegebedürftige oder schwer Pflegebedürftige, die über ein gutes soziales Umfeld verfügen, kann ein Pflegedienst (Ambulanter Dienst, Essen auf Rädern, Hausnotruf…) sinnvoll sein. Zusätzlich sollte das Wohnumfeld altersgerecht und barrierefrei sein. Die Höhe der Betreuungspauschale hängt stark vom Leistungspaket ab. Die Grundleistung kostet oft nicht mehr als 50€ am Tag. Je nach Pflegestufe übernimmt die Pflegekasse einen Teil der Kosten. Mehr Informationen zu Pflegediensten

 

  • 24h Pflege zu Hause:
    Für schwer Pflegebedürftige mit ausreichend Wohnraum kann eine 24h Hilfskraft sinnvoll sein. Der Wohnraum sollte alters- oder behindertengerecht sein. Die Hilfskraft wohnt in der Regel im Haushalt des zu Pflegenden. Die Kosten für eine fest eingestellte Haushaltshilfe belaufen sich zwischen 1500 bis 2000€ pro Monat.
    Mehr Informationen zur 24h Pflege


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Wohnen im Alter wenn Umzug notwendig

In vielen Fällen kann im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit Umzug in eine gemeinschaftliche oder betreute Wohnform sinnvoll sein. Oft eignet sich das Wohnumfeld nicht zum Wohnen im Alter oder die professionelle Pflege und sozialen Kontakte können sich positiv auf den Zustand des Pflegebebürftigen auswirken. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Wohnformen. Dabei gibt es viele Mischform-Angeboten von Einrichtungen, die verschiedene Wohnformen anbieten. Auch gibt es keine klare Definition von Wohnformen wie Seniorenresidenzen oder Betreutes Wohnen. Das klassische "Altenheim" gibt es fast kaum noch. Folgend eine Übersicht der wichtigsten Wohnformen im Alter:

    • Wohnprojekte (Senioren-WG, Mehrgenerationenhäuser…):
      Senioren die noch selbständig und kontaktfreudig sind kann ein gemeinschaftliches Wohnprojekt das richtige sein. Dabei wohnen die Senioren in einer gemeinsamen Wohnung oder in einem offenen Wohnprojekt. Bei Bedarf kann ein Dienstleister die Pflege übernehmen. Die Kosten für diese Wohnform können sehr unterschiedlich sein. Mehr Informationen zu gemeinschaftlichen Wohnprojekten

    • Betreutes Wohnen oder Seniorenwohnungen:
      Diese Wohnform eignet sich besonders für Senioren, die selbständig wohnen wollen und bei Bedarf neue soziale Kontakte wünschen. Der Senior zieht hierbei in eine seniorengerechte Wohnung und kann dort bei Bedarf einzelne Leistungen, wie Notruf oder Pflegedienstleistungen in Anspruch nehmen. Dabei fallen in der Regel eine Grundmiete und Pauschalen für die in Anspruch genommenen Leistungen an.
      Mehr Informationen zum Betreuten Wohnen



  • Stationäre Pflegeeinrichtungen (Pflegeheime, Seniorenresidenzen, Altenheime...):
    Wer schwer pflegebedürftig ist, seinen Haushalt nicht alleine führen kann und noch kaum soziale Kontakte hat kann ein Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung das Beste sein. Dabei wohnt der Bewohner in einer Einrichtung und kann rund um die Uhr betreut werden. Die Vielfalt der Pflegeeinrichtungen ist sehr groß und reicht vom klassischen Pflegeheim, über Altenheimen mit Wohngruppen bis zu luxuriösen Seniorenresidenzen. Die Kosten liegen hierbei im Durchschnitt zwischen 2500 bis 3000 €, wobei je nach Pflegestufe die Pflegekasse einen Teil der Kosten übernimmt.

Übergangslösung Tagespflege und Kurzzeitpflege

Neben dem Wohnen im Alter zu Hause oder in einer neuen Einrichtung, gibt es bei Pflegebedürftigkeit noch eine Zwischenlösung. Bei der Tagespflege (es gibt auch Nachtpflege) geht der Pflegebedürftige tagsüber in eine Pflegeeinrichtung, bleibt aber wie gewohnt in seinem Zuhause. Bei der Kurzzeitpflege wird der pflegebedürftige Mensch für maximal vier Wochen in einer vollstationäre Pflege-Einrichtung untergebracht. Gründe für die Kurzzeitpflege sind unter anderem: die Rehabilitation nach Krankenhausaufenthalten, die Vorbereitung auf das häusliche Leben, die befristete Entlastung pflegender Angehöriger und die Urlaubspflege.
Mehr Informationen zur Tagespflege und Kurzzeitpflege

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