Wohngeld bei Rente beantragen

Wohngeld nur bei regelmäßigem Einkommen

Laut Sozialgesetzbuch (SGB) hat grundsätzlich jeder Bürger Rechtsanspruch auf Wohngeld. Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Wohngeld können Sie als Mieter oder Eigentümer erhalten, wenn Sie ein regelmäßiges Einkommen nachweisen können. Das gilt auch für Rentner, vor allem, wenn sie nur eine sehr kleine Rente bekommen.

Mietzuschuss für Mieter

Als Mieter haben Sie Anspruch auf einen Mietzuschuss. Das gilt, wenn Sie eine Wohnung oder ein Zimmer gemietet haben, ein mietähnliches Dauerwohnrecht besitzen, eine Genossenschaft oder Stiftswohnung nutzen oder Heimbewohner sind. Einen Mietzuschuss können Sie auch als Eigentümer eines Hauses mit mindestens zwei Wohnungen beantragen, wenn Sie eine davon selbst bewohnen.

Lastenzuschuss für Eigentümer

Sie können Wohngeld in Form eines Lastenzuschusses beantragen, wenn Sie Eigentümer eines Hauses, einer Wohnung oder einer landwirtschaftlichen Neben- oder Vollerwerbsstelle sind. Auch als Erbbauberechtigter oder Nutzer eines eigentumsähnlichen Wohnrechts sowie als Anspruchsberechtigter auf die genannten Immobilien oder Wohnrechte steht Ihnen ein Lastenzuschuss zu. Voraussetzung dafür ist, dass Sie Ihre eigene Immobilie nutzen.

Antragsformulare online und vor Ort

Ein Antragsformular für Wohngeld erhalten Sie bei den Wohngeldbehörden Ihrer Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung. Einfacher geht es online, zum Beispiel bei wohngeld.org/antrag.html, wo Sie sich das passende Formular für Ihr Bundesland herunterladen und ausfüllen können. Da Sie Anspruch auf Wohngeld ab dem Monat der Beantragung haben, sollten Sie diese möglichst zügig verschicken.

Unterlagen für die Wohngeldberechnung

Zur Berechnung des Wohngelds benötigen die Behörden einige Unterlagen, die Sie jedoch nachreichen können. Dazu gehört für Sie als Rentner der Rentenbescheid sowie folgende Nachweise:
• eine vom Vermieter ausgefüllte Mietbescheinigung, die die Größe und das Baujahr der Wohnung bestätigt
• Mietvertrag und Mietquittung
• Personalausweis oder Reisepass
• Meldebestätigung

Je nach persönlicher Situation müssen Sie außerdem folgende Unterlagen einreichen:
• Pflegegeldnachweis
• Schwerbehindertenausweis
• Nachweis über Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
• Lebensversicherungen
• Bausparverträge

So wird das Wohngeld berechnet

Ab 2016 ist seit längerer Zeit endlich eine Wohngelderhöhung geplant, wobei sich die Höhe des Zuschusses am Mietpreis orientieren soll. Ausgang der Berechnung ist Ihre Bruttorente. Sollten Sie pflegebedürftig oder behindert sein, können Sie entsprechende Beträge von diesem Einkommen abziehen.

Kleinere Ersparnisse oder Vermögen sowie die Größe der Wohnung oder des Hauses werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Wenn Sie als Rentner ein so geringes Einkommen haben, dass Sie bisher auf eine Grundsicherung angewiesen waren, könnte es sein, dass Sie mithilfe des neuen Wohngeldbetrags keine weiteren Leistungen des Sozialamts benötigen.

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