Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung soll den Hinterbliebenen eines Verstorbenen die Bestattungskosten ersparen, zumal die gesetzlichen Krankenkassen seit 2004 kein Sterbegeld mehr zahlen. Wer eine solche Versicherung abschließen möchte, sollte ein Produkt aussuchen, bei dem er die Höhe der Versicherungssumme selbst bestimmen kann, keine Gesundheitsprüfung und nur eine kurze Wartezeit notwendig ist. Für eine Beerdigung muss man je nach Anspruch mit 3.000 bis 10.000 Euro rechnen.

Sterbegeldversicherungen im Test

2009 verglich Stiftung Warentest (Finanztest) 44 verschiedene Angebote für Sterbegeldversicherungen. Empfehlenswert waren letztendlich keine, da die Beiträge für Senioren zu hoch sind und somit mehr ein- als ausbezahlt wird. Jüngere Menschen bekommen zwar günstigere Konditionen, müssen jedoch Gesundheitsfragen beantworten und/oder eine Wartezeit in Kauf nehmen. Bei vorzeitigem Tod bekommen die Angehörigen lediglich einen Teilbetrag der Versicherungssumme. Nur drei Versicherungen (Debeka, HDH und SDK) waren zumindest für jüngere Kunden bis 45 Jahre akzeptabel.

Für wen lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?

Eine Sterbegeldversicherung ist im Grunde nur für junge Menschen geeignet, die gesund sind. Liegen chronische Erkrankungen vor, sollte die Wartezeit dennoch nicht mehr als sechs Monate betragen. Häufig werden Beerdigungskosten bereits durch andere Versicherungen teilweise oder komplett abgedeckt, daher lohnt sich die Sterbegeldversicherung meistens nicht.

Welche Vorsorge-Arten sind sinnvoller?

Damit Ihre Angehörigen im Todesfall die Kosten nicht übernehmen müssen, können Sie sie auch anders absichern. Die einfachste Vorsorge ist ein Sparvertrag oder ein Tagesgeldkonto. Weitere Möglichkeiten sind eine Kapitallebensversicherung mit Todesfallabsicherung, eine Risikolebensversicherung oder ein Treuhandkonto bei einem Bestattungsinstitut. War der Verstorbene im öffentlichen Dienst tätig, bekommt der Ehepartner ohnehin eine finanzielle Unterstützung bis zu drei Monatsgehältern. Für gesetzlich versicherte Personen gibt es nach deren Tod auf Antrag drei volle Monatsrenten für den Hinterbliebenen.

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