Meist besteht eine Pflegestufe, wonach sich auch das Heimentgelt berechnet. Für ältere Menschen, die gerne komfortabel und fast wie in einem Hotel leben und gepflegt werden möchten bieten sich Seniorenresidenzen an. Besteht kein Pflegebedarf kann man sich überlegen Betreutes Wohnen in Anspruch zu nehmen und bei Bedarf zusätzliche Services zu buchen.
Welche Wohnformen gibt es grundsätzlich?
Grundsätzlich unterscheidet man in zwei Kategorien. Stationäre Pflegeeinrichtungen versorgen die Seniorinnen und Senioren rund um die Uhr. Es werden ältere Menschen mit den Pflegestuften null bis drei aufgenommen. Dabei ist je nach Einrichtung auch die Behandlung bei speziellem Pflegebedarf, wie Demenz, Wachkoma, Behinderungen etc. möglich. Zu den stationären Pflegeeinrichtungen zählen unter anderem das Seniorenheim, das Hospiz, das Pflegewohnstift, das Altenheim, auch Altersheim genannt und das Pflegeheim.
Die nächste grundlegende Kategorie bildet das Seniorenwohnen für ältere Mensche, die sich im Alltag noch gut selbst versorgen können, ab und zu jedoch Hilfe benötigen. Dabei können die Seniorinnen und Senioren selbst entscheiden für welche Dienste Sie bezahlen wollen und was Sie noch selbst erledigen können. Oft sind diese Wohnformen auch an einen ambulanten Pflegedienst angebunden, um im Notfall schnell Hilfe leisten zu können. Das schafft Sicherheit und Freiheit zugleich. Zu dieser Kategorie zählen das Betreute Wohnen, das Service-Wohnen, das Seniorenwohnheim, die Seniorenwohnanlage und das Wohnstift. Neuere Wohnformen, die teilweise auch ganz ohne Betreuung auskommen sind die Senioren-Wohngemeinschaft und das Mehrgenerationenhaus.
Die Seniorenresidenz und Seniorendomizile bieten oft beide Kategorien an und sehen sich als gehobenere Einrichtungen an.
Kriterien zur Auswahl eines Altenpflegeheims
Es gibt vielerlei Kriterien, die für die Wahl eines Altenpflegeheims eine Rolle spielen. Um Ihnen die Suche zu erleichtern gibt es hier einige Tipps.
Standort:
Der Standort ist für viele ein wichtiges Auswahlkriterium. Die Nähe zu Angehörigen oder die gewohnte Umgebung, in der man schon viele Jahre gelebt hat sind dabei wichtige Faktoren. Natürlich kann man sich auch den Wunsch erfüllen in eine besondere Stadt oder ins Ausland zu ziehen, um dort gepflegt zu werden.
Architektur und Atmosphäre:
Die Architektur und die Atmosphäre eines Altenpflegeheim sind oft stark miteinander verknüpft. Dabei wird eine angenehme, offene und lebendige Atmosphäre sehr geschäzt und sorgt für Lebensqualität. Dies ist vor allem wichtig, wenn der Pflegebedarf es nicht zulässt die Umgebung für Ausflüge zu verlassen.
Träger der Heime:
Es gibt öffentliche, kirchliche und private Träger von Heimen. Bei allen ist es wichtig sich nach der Struktur des Pflegepersonals, der Heimleiter und nach den wirtschaftlichen Zielen zu erkundigen. Private Anbieter neigen eher dazu, die wirtschaftlichen Interessen in den Vordergrund zu stellen.
Pflege und Betreuung:
Um sicher zu gehen, dass die Pflege professionell durchgeführt wird sollte man sich erkundigen wie viele Mitarbeiter eine Ausbildung in dem Bereich Pflege gemacht haben und ob sie über Fortbildungen Zusatzqualifikationen gewonnen haben. Das therapeutische und pflegerische Angebot ist dabei genauso wichtig wie der Umgang mit den älteren Menschen. Fragen Sie nach, welche Konzepte und Philosophien bei der Pflege und Betreuung angewandt werden und ob auch Seelsorge zum Betreuungsangebot zählt. Die Intimsphäre ist dabei auch ein entscheidendes Kriterium.
Freizeitgestaltung und Mahlzeiten:
Um das Leben in einem Altenpflegeheim attraktiv zu gestalten sollten Freizeitangebote zur Verfügung stehen und die Seniorinnen und Senioren sollten optimalerweise an der Erstellung des Programms beteiligt werden. Die Mahlzeiten sind nicht nur reine Nahrungsaufnahme sondern dienen der Gemeinschaft und erhöhen die Lebensqualität. Idividuelle Wünsche sollten dabei beachtet werden.