Punkte zu beachten. Als erstes sollten Sie in in Ihre Überlegung für oder gegen ein Seniorenheim die Lage, die Kosten für Pflege und Betreuung, die Qualität der Einrichtung sowie das Angebot des Seniorenheims einbeziehen.
Seniorenheime in der näheren Umgebung
Häufig wird die Pflege in den eigenen vier Wänden zu teuer oder die Wohnung ist nicht barrierefrei. Der Umzug in ein Heim kann dadurch erleichtert werden, das der Betroffene nicht ganz aus seinem Umfeld gerissen wird. Ein gewohntes Umfeld und regelmäßige Besuche erleichtern den Übergang. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl eines Seniorenheims darauf achten, ob der Bertroffene die Umgebung bereits kennt, wie die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist und die nähere Infrastruktur geeignet ist.
Seniorenheim-Kosten
Die Seniorenheim-Kosten werden als Pflegesatz mit der Pflegekasse abgerechnet. Der Pflegesatz und die pauschale Bezuschussung durch die Pflegeversicherung richten sich nach der Pflegestufe des Bewohners, die durch den MDK ermittelt werden. Darüber hinausgehenden Pflege-Kosten müssen privat aufgebracht werden. Reichen die eigenen Mittel nicht aus, kann unter Umständen ein Zuschuss durch das Sozialamt gewährt werden.
Auch die Kosten für die von vielen Seniorenheimen angebotene Kurzzeitpflege wird von der Pflegeversicherung zum Teil übernommen. Die Bezuschussung erfolgt zwar unabhängig von der Pflegestufe, der Pflegebedürftige muss jedoch mindestens der Pflegestufe I zugeordnet sein.
Betreuungsangebot und Qualität des Seniorenheims
Bei der Wahl eines Seniorenheims sollten Sie darauf achten, dass Sie oder Ihr Angehörige richtig und gut betreut werden. Seniorenheime bieten ein breites Betreuungs- und Pflegeangebot. Sollte der zu Pflegende demenz- oder zuckerkrank sein, empfiehlt es sich, ein Heim mit einem speziellen Pflegeangebot zu suchen.
Einen ersten Hinweis auf die Qualität eines Seniorenheims bieten die offiziellen Bewertungen, wie die Pflegenoten des MDK. Diese Bewertungen ersetzen aber nicht den persönlichen Eindruck. Deshalb sollten Sie sich ausführlich über die Heime informieren und Angebote wie Probewohnen auf jeden Fall wahrnehmen.
Seniorenheim Definition
Das Seniorenheim oder Seniorenpflegeheim ist eine Wohneinrichtung zur Betreuung und Pflege alter Menschen. Weitere Begriffe wie Seniorenresidenz, Seniorenzentrum, Pflegewohnstift, Altenwohnheim und Altenpflegeheim unterliegen keiner offiziellen Definition und werden weitgehend gleichbedeutend verwendet.
Gab es in der Vergangenheit noch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Angebotsformen, beispielsweise die Unterscheidung Altenheim und Pflegeheim, so haben sich diese heute in der Praxis zum größten Teil angeglichen. Auf der einen Seite gibt es heute Pflegeeinrichtungen, die dem Heimgesetz unterliegen und auf der anderen Seite Wohnangebote wie Betreutes Wohnen oder Service-Wohnen, denen das Mietrecht zu Grunde liegt. Bei diesen Einrichtungs-Arten unterstützt in der Regel ein ambulanter Pflegedienst bei der Pflege.
Seit Oktober 2009 gilt für das Seniorenheim als Pflegeeinrichtung, in der gleichzeitig Wohnraum und Pflege angeboten wird, das neue Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz. Zum Schutz von älteren Menschen in einer oftmals schwierigen Lebenslage wird unter anderem die Informationspflicht der Anbieter im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung geregelt.
Seniorenheim Träger
Die wichtigste Gruppe von Trägern von Seniorenheimen sind freigemeinnützige Organisationen, die einen Anteil von 50-60% ausmachen. Dazu gehören unter anderem kirchliche Träger und die Wohlfahrtsverbände. Etwa 30% machen private Betreiber sowohl mit Kleinbetrieben als auch Kettenbetrieben aus. Ungefähr 10% der Seniorenheime werden von staatlichen Trägern geführt.
Autor: +Alexander Keller