Was ist Pflegeunterstützungsgeld?

Wann gibt es Pflegeunterstützungsgeld?

Wird ein naher Angehöriger plötzlich zum Pflegefall, der zu Hause versorgt werden muss, können Sie bis zu zehn Tage lang von Ihrer Arbeitsstelle freigestellt werden, um die Pflege zu organisieren. Da Sie während dieser Zeit keinen Lohn bekommen, steht Ihnen Pflegeunterstützungsgeld zu. Allerdings gilt dies nur für Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 15 Mitarbeitern. Teilen Sie Ihrem Arbeitgeber so früh wie möglich mit, ab wann Sie frei nehmen müssen.

Höhe des Pflegeunterstützungsgeldes

Die Höhe des Pflegeunterstützungsgeldes richtet sich nach den Bestimmungen von Paragraf 45 Absatz 2 Satz 3 bis 5 des SGB V zur Berechnung des Kinderkrankengeldes und beträgt 67 Prozent Ihres Bruttolohns. Davon müssen Sie die Hälfte Ihrer Sozialabgaben wie Beiträge für die Krankenkasse, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung selbst tragen. Pro Tag darf der Betrag des Pflegeunterstützungsgeldes jedoch 96,25 Euro nicht übersteigen. Die Unterstützung entfällt, wenn der Betrieb Ihr Gehalt weiterzahlt.

Unterstützungsgeld beantragen

Das Pflegeunterstützungsgeld beantragen Sie bei der gesetzlichen Pflegeversicherung oder der privaten Versicherung des Betroffenen. Dazu müssen Sie eine Bescheinigung des behandelnden Arztes einreichen, die die Dringlichkeit des Pflegebedarfs bestätigt. Außerdem benötigt die Versicherung einen Nachweis über die Höhe Ihres Gehalts und wie viele Arbeitstage Sie fehlen müssen. Auch dem Arbeitgeber müssen Sie ein Attest über die Pflegebedürftigkeit Ihres Angehörigen vorlegen, wenn er dieses verlangt.

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