Pflege bei Parkinson

Was ist Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems, die sich in einem schleichenden Prozess verschlimmert. Betroffen sind etwa ein Prozent der älteren Menschen über 60, wobei die Krankheit bei vielen ab dem 50. Lebensjahr beginnt. Weil Nervenzellen in einem bestimmten Bereich des Gehirns zerstört werden, kommt es zu einem Mangel des Botenstoffs Dopamin, der Bewegungsstörungen verursacht. Daher wird die Erkrankung auch oft als Schüttellähmung bezeichnet.

Symptome durch Parkinson

Oft zeigen sich bereits Jahre vor dem eigentlichen Ausbruch der Krankheit Veränderungen in der Bewegung, Geschicklichkeit und sozialen Kompetenz. Deutliche Hinweise auf eine Parkinson-Erkrankung sind verlangsamte sowie reduzierte Bewegungen, steife Muskeln, Zittern im Ruhezustand und Störungen des Gleichgewichts. Der Betroffene nimmt eine gebeugte Haltung ein und stolpert leicht. Knapp die Hälfte der Erkrankten leidet zudem an einer milden Form der Depression. In der späten Phase kommen vegetative Beschwerden hinzu. Bei einigen Parkinson-Patienten kann ein Verlust geistiger Fähigkeiten beobachtet werden.

Parkinson und Demenz

Wer bereits in jungen Jahren unter 40 an Parkinson erkrankt, erleidet später kaum eine Demenz. Manifestiert sich die Erkrankung später, müssen etwa 50 Prozent der über 75-Jährigen mit einer Demenz rechnen. Die Beschwerden der Parkinson-Demenz bestehen hauptsächlich aus Aufmerksamkeitsstörungen, Persönlichkeitsveränderungen und in einem verlangsamten Denkvermögen. Auch Halluzinationen und Depressionen kommen recht häufig vor. Die Lernfähigkeit ist etwas verzögert, bleibt im Gegensatz zu anderen Demenzen jedoch erhalten.

Pflege bei Parkinson

Parkinson ist zwar bis heute nicht heilbar, kann jedoch mithilfe verschiedener Therapien lange beherrscht werden. Neben einer gut verträglichen Medikation helfen Physio- und Ergotherapie, die Bewegungsstörungen zu reduzieren. Auch Hobbys können eine hilfreiche Ablenkung darstellen und zugleich die Stimmung heben. Der Pflegeschwerpunkt liegt also zunächst in einer aktivierenden Unterstützung mit viel Geduld, wenn der Betroffene alltägliche Verrichtungen sehr langsam durchführt oder sich ungeschickt verhält. Beseitigen Sie Stolperfallen in der Wohnung und sorgen Sie für eine gute Beleuchtung der Räume.

Tipps für pflegende Angehörige

Gehen Sie von Anfang an offen mit der Diagnose Ihres Angehörigen um und versuchen Sie nicht, sie vor anderen zu verheimlichen. Akzeptieren Sie die Veränderungen seiner Persönlichkeit und seiner körperlichen Fähigkeiten. Ermutigen Sie ihn, seine gewohnten Aktivitäten beizubehalten oder neue Beschäftigungen zu finden, denn je besser Körper und Geist trainiert werden, umso langsamer ist der Verlauf der Krankheit. Nicht selten kann der Betroffene mehrere Jahrzehnte gut mit der Krankheit leben. Lassen Sie sich nicht vom perfektionistischen Verhalten Ihres Angehörigen aus der Ruhe bringen, zu dem Parkinson-Patienten neigen, und bedenken Sie, dass dies als Symptom seiner Krankheit zu betrachten ist.

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