Was ist Pflegegeld?

Wann besteht Anspruch auf Pflegegeld

Pflegegeld erhält jeder, der als pflegebedürftig eingestuft worden ist und zu Hause von einer privaten Person versorgt wird. Der Betrag des Pflegegelds wird nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit und der Alltagskompetenz berechnet. Er wird dem Betroffenen von der Pflegeversicherung als Barleistung direkt überwiesen, damit er die Leistungen des von ihm engagierten Angehörigen, Nachbarn oder Ehrenamtlichen vergüten kann. Die pflegerische Qualität wird regelmäßig durch Pflegeeinrichtungen geprüft.

Pflegegeld (Stand 2015)

Seit dem 1. Januar 2015 wurde das Pflegegeld für alle Pflegestufen auf folgende Beträge erhöht:

Pflegestufe                                                 Pflegegeld ab 2015

I                                                                      244 Euro

II                                                                     458 Euro

III                                                                    728 Euro

Pflegegeld bei eingeschränkter Alltagskompetenz

Personen, deren Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI dauerhaft erheblich eingeschränkt ist, erhalten seit 2015 ebenfalls mehr Pflegegeld. Davon profitieren nicht nur, aber überwiegend Demenzkranke.

Pflegestufe                                                 Pflegegeld ab 2015

0 mit Demenz                                              123 Euro

I mit Demenz                                               316 Euro

II mit Demenz                                              545 Euro

III mit Demenz                                             728 Euro

Pflegegeld in Kombination mit anderen Leistungen

Wenn die private Pflegekraft nicht mehr ausreicht, bietet sich ein ambulanter Pflegedienst zur Verstärkung an. Für dessen Vergütung kann der Pflegebedürftige Sachleistungen in Anspruch nehmen und diese mit dem Pflegegeld kombinieren. Sollte die private Pflegeperson krank werden, zur Kur oder in den Urlaub fahren, kann eine häusliche Verhinderungspflege für maximal sechs Wochen pro Jahr und bis zu 1.612,- Euro beantragt werden. Kann der Betroffene nicht daheim gepflegt werden, gibt es die Möglichkeit einer Kurzzeitpflege. Hierbei wird der Pflegebedürftige solange in einer Einrichtung betreut. Für eine Übergangszeit nach einem Krankenhausaufenthalt oder in Krisensituationen übernimmt die Pflegekasse dann die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung. Als Krisensituationen gelten insbesondere Zeiten der Krankheit, des Urlaubs oder sonstiger Verhinderung der Pflegepersonen. Auch eine kurzfristige erhebliche Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit kann als Krisensituation gewertet werden.

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