Hilfe bei Burnout

Burnout rechtzeitig erkennen

Können Sie nicht mehr richtig abschalten? Haben Sie immer wieder das Gefühl, nicht alles geschafft zu haben? Werden Sie in Pausen eher kribbelig als ruhig? Dann haben Sie bereits erste Anzeichen eines Erschöpfungszustands, auch Burnout genannt. Häufig kommen Schlafstörungen hinzu, nervöse und körperliche Beschwerden wie Kopf-, Rücken- oder Magenschmerzen sowie Reizbarkeit und depressive Verstimmungen. Auch Schusseligkeit und Unaufmerksamkeit bei alltäglichen Aktivitäten können auf ein Burnout hindeuten. Wenn Sie solche Symptome bei sich erkennen, sollten Sie sofort die Notbremse ziehen!

Risiko Burnout durch Pflege

Die Pflege eines Angehörigen beansprucht einen großen Teil Ihrer Kraft und Zeit. Allein das Gefühl, ständig für jemanden da sein zu müssen, kann sehr anstrengend sein. Pflegesituationen, die schleichend beginnen, belasten Sie als Angehörigen immer mehr, ohne dass Sie einen Zeitpunkt festmachen können, an dem die Grenze Ihrer Belastbarkeit überschritten wird. Plötzlich müssen Sie jedoch erkennen, dass Ihnen alles zu viel geworden ist und Sie nicht mehr zur Ruhe kommen. Auch plötzlich eintretende Pflegesituationen können Sie schnell überfordern, besonders wenn Sie die Versorgung allein übernehmen und möglicherweise noch Job und Familie unter einen Hut bringen müssen.

Hilfe beim Burnout

Leiden Sie bereits an mehreren Burnout-Beschwerden, ist es das Beste, sofort aus dem Pflegealltag auszusteigen, um sich regenerieren zu können. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt und nehmen Sie eine Kur in Anspruch. Können Sie in absehbarer Zeit keine Rehamaßnahme bekommen, gönnen Sie sich einen Entspannungsurlaub, wo Sie sich viel an frischer Luft bewegen und die Seele baumeln lassen können. Ihr Angehöriger kann währenddessen zu Hause durch eine Verhinderungspflege oder in einer Kurzpflegeeinrichtung versorgt werden. Lernen Sie Entspannungstechniken, die Sie im Pflegealltag regelmäßig anwenden sollten.

„Pflege-Burnout“ vorbeugen

Sobald Sie einen Angehörigen regelmäßig zu Hause versorgen müssen, sollten Sie sich Hilfe holen. Auch wenn Sie meinen, noch alles allein bewältigen zu können, ist es notwendig, dass Sie die Verantwortung zeitweise an jemand anderen übergeben können. Nur so lässt sich von Anfang an ein Gleichgewicht zwischen An- und Entspannung zu Ihrer Gesundheitsförderung herstellen. Außerdem gewöhnt sich der Pflegebedürftige gleich daran, auch von anderen Personen versorgt zu werden. Gönnen Sie sich zudem regelmäßig Urlaub und Unternehmungen für sich allein, mit dem Partner oder mit Freunden, um abzuschalten und sich zu regenerieren.

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